2019 Engadin Bike Giro

Daniel wollte schon immer mal ein Mehrtagesrennen ausprobieren und hat sich deshalb beim Engadin Bike Giro angemeldet. Es war ihm schon von Anfang an klar, dass das Niveau an solchen Events extrem hoch ist und er sich wohl in den hinteren Rängen platzieren würde. Nichts destotrotz wollte er das Experiment versuchen.

Am Freitag, 28. Juni stand zum Aufwärmen der Prolog auf dem Plan. Der Start musste aufgrund noch zu viel Schnee vom Piz Nair oben auf über 3'000 müM auf die Corviglia runtergenommen werden. Nach diversen Flowtrails bis ganz runter nach St. Moritz stand dann aber auch noch ein Anstieg hoch nach Salastrains von 500 Höhenmeter an. Daniel konnte es in den Flowtrails ziemlich laufen lassen obwohl er diese «blind» dh. noch nie zuvor besichtigt, gefahren ist. Leider hatte er einen schleichenden Plattfuss im Hinterrad und musste auf der Strecke nachpumpen was ihn natürlich einige Minuten gekostet hat.

Am Samstag, 29. Juni stand dann die erste von 2 Marathon Etappen an. 76,4 Kilometer und 2'127 Höhenmeter hiess es zu bewältigen. Am Anfang ging es ziemlich schnell los mit vielen kleineren Auf- und Abfahrten war das Tempo bis Kilometer 46 ziemlich hoch, danach hiess es 750 Höhemeter zu steigen und nach einer kurzen Abfahrt nochmals gut 250. Es ging bis auf 2'600 müM hoch, wo die Teilnehmer teilweise das Bike noch über Schneefelder schieben mussten. Was auf dieser Höhe angenehm war, war sicherlich die Temperatur, es war nämlich schön angenehm, nicht wie im Aufstieg wo die Sonne runter brannte und es windstill war. Trotzdem hat man durch die Höhenlage und die Anstrengung, den tieferen Sauerstoffgehalt in der Luft sehr gut gemerkt!

Nach einer Massage am Samstagabend, ist Daniel dann am Sonntag, 30. Juni in die zweite Marathon Etappe gestartet. Heute hiess es 64,5 Kilometer und 2'218 Höhenmeter zu überwinden. Wie schon am Vortag waren die ersten ca. 27 Kilometer eher flach und schnell, einige steile Anstiege und schöne Trails inklusive. Dann aber ging es richtig los mit dem ersten längeren Aufstieg und nach einer kurzen Abfahrt kam dann auch schon die erste Schiebepassage. Dort nach dem zweiten Verpflegungsposten war es so extrem steil, dass an ein fahren gar nicht mehr zu denken gewesen wäre. Nach einer weiteren kurzen Abfahrt mussten wir dann wiederum denselben Anstieg wie am Tag zuvor mit den 750 & 250 Höhenmeter bewältigen. Dies war noch schlimmer als Samstag, denn es war mindestens gleich heiss, wenn nicht sogar noch etwas wärmer und man wusste genau was einem erwartet. Trotzdem ist Daniel diese Quälpassen etwas schneller gefahren als am Tag zuvor. Dann nach einer weiteren steilen Schiebepassage folgte zum Schluss ein traumhafter, naturbelassener Singletrail zurück in’s Ziel runter.

Nach diesen 3 Tagen ist Daniel erschöpft aber sehr glücklich ins Ziel gekommen. In seiner Kategorie bedeutete dies Rang 30 von 35 Finishern, 13 Leute in derselben Kategorie konnten das Rennen aufgrund, Sturz, Defekt, Übermüdung oder was auch immer nicht beenden. Daniel ist glücklich unter den Finishern zu sein, denn er wusste ja wie gesagt von Anfang an, dass das Niveau an solchen Events sehr hoch (weit über seinem Level) sein wird. Speziell zu erwähnen war sicherlich auch die sehr tolle Athmosphäre unter den Teilnehmern.

Hier noch die Relives von den einzelnen Etappen:

Prolog:
https://www.relive.cc/view/2487107596

Etappe 2:
https://www.relive.cc/view/2489725730

Etappe 3:
https://www.relive.cc/view/2492316990


Und hier noch ein paar Bilder von dem tollen Event!